Bauland Rosenweg: Politischer Schulterschluss als Signal an die Genossenschaft

Schwerte. Nahezu einmütig vollzieht die Politik den Schulterschluss. „Öffentlich geförderter Wohnraum ist knapp in Schwerte, sagen die Ratsfraktionen von CDU, SPD, Grünen, Linken. FDP-Ratsfrau Renate Goeke hat sich eingereiht in das Bestreben nach einer aktiven sozialen Wohnungsbaupolitik. Und auch die Verwaltung in Person des Ersten Beigeordneten Hans-Georg Winkler und des Stadtplaners Adrian Mork saß mit am Tisch, als am Mittwochmittag im SPD-Fraktionszimmer in einem Mediengespräch das Bedürfnis transportiert wurde, gerade „Menschen mit geringem Einkommen ein bedarfsgerechtes Wohnen zu ermöglichen“.

Politischen Einfluss nutzen

Nicht dabei waren Vertreter der WfS, ansonsten aber saß am Tisch, was neben den bereits erwähnten Personen sonst noch Rang und Namen hatte. Das waren Angelika Schröder, SPD-Fraktionschefin, der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Heinz Haggeney, CDU-Fraktionschef Marco Kordt, die Fraktionsspitzen der Grünen, Andrea Hosang und Bruno Heinz-Fischer, sowie Mechthild Kayser von den Linken. Hintergrund der Zusammenkunft ist der Kauf eines knapp 22000 Quadratmeter großen Grundstücks am Rosenweg durch die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft (GWG). Die erfuhr ein deutliches Signal: „Politisch sind alle Einflussmöglichkeiten zu nutzen“ für ein bedarsfgerechtes Wohnungen auch bei geringem Einkommen. „Die Unterzeichner dieser Erklärung sehen den sozialen Wohnungsbau als ein wesentliches Element in einem funktionierenden Sozialstaat. Diesen zu fördern und auszubauen, ist ein wichtiges Anliegen“, heißt es in einer gemeinsam verfassten Erklärung.

Gemischte Nutzung

Alle, sowohl Politik als auch Verwaltung, wünschen sich am Rosenweg eine gemischte Nutzung gerade vor dem Hintergrund alarmierender Zahlen. So sei der soziale Wohnungsbau im Gegensatz zur Nachfrage rapide gesunken. Jetzt sehe man gerade an einem Ort wie dem Rosenweg eine geeignete Stelle, städtebauliche Ziele umzusetzen und damit „einem ziemlichen Handlungsbedarf“ zu begegnen. Den sieht offenbar auch die GWG. „Wir wollen vorrangig öffentlich geförderten Mietwohnungsbau“, hatte GWG-Vorstand Ralf Grobe dem Blickwinkel schon am 6. Juli gesagt. Gespräche mit der Stadt Schwerte haben auf der fachlichen Ebene bislang nicht stattgefunden. Das soll nach Rückkehr von Ralf Grobe aus seinem Urlaub und damit in der letzten Juliwoche geschehen.

Schnelle Abklärung

„Eine begrüßenswerte Kooperation“ sei in Sicht, glaubt Adrian Mork. Er sehe deshalb „nicht unbedingt die Notwendigkeit, das Vorkaufsrecht zu ziehen“. Gleichwohl wird die Verwaltung den politischen Auftrag, genau das zu prüfen, nachkommen. Danach solle eine schnelle Abklärung mit der Politik erfolgen, die ja letztlich mit einem entsprechenden Beschluss die Umwandlung des Flächennutzungsplanes in die Wege leiten müsste. Dass Unternehmen und Genossenschaften bei diesem Thema in der Pflicht stehen, machte Hans-Georg Winkler deutlich, weil „wir sozialen Wohnungsbau benötigen“.

ANSICHTSSACHEN

GWG kauft Grundstück am Rosenweg - Zieht die Stadt ihr Vorkaufsrecht?

 

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