Stadtmeisterschaft: Maximilian Grundmann entzaubert Kilian Schmitz

Kilian Schmitz (l.) musste sich dem Toptalent Maximilian Grundmann geschlagen geben. Fotos: Bernd Masannek

Schwerte. So hatte sich Kilian Schmitz das Herren A-Finale, das er bislang dreimal hintereinander gegen den Schwerter Lokalmatador Oliver Manz gewonnen hatte, bestimmt nicht vorgestellt. Gegen das 16-jährige Toptalent Maximilian Grundmann unterlag der 22-Jährige im Endspiel der 45. Schwerter Tennis-Stadtmeisterschaften mit 0:6 0:6 und kassierte damit die Höchststrafe für einen Tennisspieler.

Viele der Zuschauer, die zu den Finalspielen auf die Anlage der TSG Westhofen gekommen waren, hatten sich auf ein spannendes, vor allem aber längeres Match zwischen den beiden eingestellt. Doch daraus wurde nichts, nach ziemlich genau einer Stunde Spielzeit war alles vorbei. Zu deutlich war die Dominanz des hochtalentierten Schwerter Tennisspielers gewesen.

Von Anfang an dominierte Grundmann mit seinem variantenreichen Spiel und vor allem mit seinen genauen Schlägen, so dass der Titelverteidiger nie so richtig ins Match fand. Fast immer hatte der junge Ruhrstädter, der derzeit für den TC Grävingholz aktiv ist, das bessere Ende für sich und nach rund einer halben Stunde hatte er den ersten Satz nach einer bärenstärken Leistung mit 6:0 für sich entschieden.

Im zweiten Satz dasselbe Bild. Der Schüler des FBG zeigte sich weiterhin konzentriert und glänzte sowohl mit präzisen Passierschlägen und tollen Stoppbällen, die immer wieder den Applaus des zahlreich vertretenen Publikums herausforderten. Kilian Schmitz war es hoch anzurechnen, dass er nie aufsteckte und unbedingt einen Punkt erzielen wollte. Doch dazu reichte es nicht. Nach gut 60 Minuten hatte der 16-Jährige, der das kleine Tennis-ABC bei der TSG Westhofen erlernt hatte, auch den zweiten Satz mit 6:0 gewonnen und sich selbst mit dieser eindrucksvollen Leistung zum Stadtmeister gekürt.

„Kilians Spiel war heute nicht so präzise, so dass ich mit meinen Schlägen gut draufgehen konnte. Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden, denn ich habe sehr gut gespielt. Ich wusste im Vorfeld, dass, wenn ich nicht zu nervös bin und nicht verkrampfe, eine sehr gute Chance gegen ihn haben werde“, erklärte der neue Stadtmeister nach dem Match.“Vor der Partie habe ich mich gut gefühlt, doch Maxi war heute klar besser und hat verdient gewonnen. Mit Sicherheit war das kein toller Tag für mich“, sagte der unterlegene Schmitz dem Blickwinkel nach Spielende.

Trotz seiner deutlichen Niederlage im Herren A- Endspiel hatte der 22-jährige Hennener aber dennoch Grund zur Freude. Gemeinsam mit Partner Maximilian Grundmann gewann er die Herren Doppel-Konkurrenz gegen Oliver Manz und Dennis Krüsmann in einer hochklassigen Begegnung mit 6:2 und 7:5.

Agnetha Peters (r.) ist Stadtmeisterin. Sie gewann gegen Kathrin Häuser.

Agnetha Peters Stadtmeisterin

Bei den Damen A verlief der erste Satz zwischen den Finalistinnen Agnetha Peters und Kathrin Häuser äußerst spannend. Es ging dort in den Tiebreak, den Peters gegen ihre Vereinskollegin für sich entschied. Im zweiten Satz war dann der Widerstand Häusers gebrochen, so dass sich Peters auch den zweiten Satz, diesmal klar mit 6:1, holte und sich damit in dieser Disziplin den Stadtmeistertitel sicherte.

Jüngste Titelträgerin der diesjährigen Stadtmeisterschaften ist die 7-jährige Lara Sarcevic vom TC Rot-Weiß Schwerte, die sich in der gemischten U8 Einzelkonkurrenz am Ende erfolgreich gegen sechs Gegner durchsetzte. Der älteste Stadtmeister heißt Bernhard Koch von der TG Westhofen, der bei den Herren 65 im stolzen Alter von 68 Jahren siegreich war.

TSG Westhofen sehr zufrieden

Nach Beendigung des Turniers zeigte sich Lutz Gmel mit dem Verlauf äußerst zufrieden. „Wir haben eine tolle Stadtmeisterschaft mit tollen Spielen erlebt. Glück hatten wir mit dem Wetter, denn wider Erwarten ist es größtenteils trocken geblieben. Die Resonanz auf diese Veranstaltung war prima, was sicherlich auch an den teilnehmenden Verein gelegen hat, die zahlreich gemeldet hatten, und somit stark dazu beigetragen haben, dass das Turnier so gut angenommen wird“, freute sich der erste Vorsitzende der TSG Westhofen.

Viel Lob für die Veranstalter gab es auch von Hans-Georg Winkler. „Wir haben auf der Anlage großen Tennissport gesehen. Man kann der TSG für die Ausrichtung dieser Tennis-Stadtmeisterschaften nur herzlich gratulieren. Alles war bestens organisiert und der große Zuschauerzuspruch am heutigen Tage hat mich absolut überrascht“, sagte der anwesende Erste Beigeordnete der Stadt Schwerte.

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