Anzeige









Schafe geschächtet: Blutspur zog sich bis „Zum Großen Feld“

Ein ausgewachsenes Schaf und ein Lamm sind am Wochenende von Unbekannten geschächtet worden.

Schwerte. Eine Blutspur rief am Pfingstwochenende die Polizei auf den Plan. Anwohner der Straße „Zum Großen Feld“ in Holzen hatten die Spur entdeckt, die die Polizei verfolgte und die zu einer Schafweide führte. Dort waren offenbar einem Schaf und einem Lamm die Kehle durchschnitten worden. Die ausblutenden Tiere sind dann offenbar über die Weide in Richtung der Straße „Zum Großen Feld“ gezogen worden. Die Spur endete an der dort befindlichen Flüchtlingsunterkunft. Im Inneren des Hause konnte die Polizei dann weder auf den Fluren noch im Keller weitere Blutspuren entdecken, berichtete die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Unna auf Anfrage. Der Schäfer hat unterdessen Anzeige erstattet und hat mit seiner Herde mittlerweile das Schwerter Stadtgebiet verlassen. Jetzt ermittelt die Polizei zum einen wegen Diebstahls, zum anderen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. „Stehlen und schächten sind hier bekanntlich verboten“, sagte eine Polizeisprecherin.

Facebook Twitter Pinterest Linkedin Google + Email

Comments

  • Jan Schmid 18. Mai 2016 at 21:03

    Nachtrag: Wieso wird hier eigentlich von „schächten“ gesprochen ? Offensichtlich musste ja das Muttertier dabei zuschauen, wie das Lämmlein getötet wurde (bzw. andersherum). Dies ist für jedes Lebewesen immenser Stress. Die Blutspur zeigt, dass die ausblutenden Tiere während ihres Todeskampfes über Wiese und Straße geschleift wurden. Von einer professionellen Tiertötung im Sinne einer (sowieso fragwürdigen) Schächtung kann also kaum die Rede sein, ich denke „Abschlachten“ trifft diese Tierquälerei wohl am ehesten. Da bei dem Gemetzel auf der Weide und der öffentlichen Straße wohl kaum ein Schweizer Taschenmesser zum Einsatz kam, liegt vermutlich zusätzlich ein Verstoß gegen das Waffengesetz vor. Ermittelt unsere Polizei wenigstens diesbezüglich ? Wurde nach der Tatwaffe gesucht ? Oder will man die Sache im Sande verlaufen lassen, bis die nächste Straftat begangen wird ?

    Reply
  • Jan Schmid 18. Mai 2016 at 17:57

    Nicht nur stehlen und schächten, sondern auch Tierquälerei und die Besudelung der Straßen mit Blut ist in Deutschland verboten. Mich würden ja die Hintergründe der Tat interessieren. War die Verköstigung in der Unterkunft nicht wunschgemäß oder wurden zu wenige Tanzkurse zur Bewältigung der traumatischen Erlebnisse angeboten? Vermutlich werden wir nie wieder etwas davon erfahren, ich bin ja schon überrascht, dass die Polizei überhaupt Informationen herausgibt. Der Schäfer und die Tiere tun mir leid, zumal ich den Anblick der friedliebenden Lämmlein immer genossen habe, schade, dass sie jetzt weg sind.

    Reply

Über den Autor